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Es ist der 05.09.2010 11:35 Uhr  Aktuell sind 0 Mitglieder und 4 Gäste online

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Hüstener Geschichte

Die ersten Hüstener Bürger wurden in einer Urkunde des Klosters Werden 802 genannt: Sie sind Zeugen einer Schenkung, bei der die Besitzungen eines Mörders dem hl. Ludger, dem Abt des Benediktinerklosters Werden und späteren Bischofs von Münster, zugesprochen werden. Nach dieser Urkunde sind ein Gericht und die Missionstätigkeit mit Gründung einer Pfarrei in Hüsten gesichert.

Bis ins 12. Jahrhundert sind alle Ortsteile der heutigen Stadt Arnsberg von Hüsten kirchlich abhängig.

Graf Gottfried IV. von Arnsberg erhebt das Dorf Hüsten 1360 zur "Freiheit". Der Ort, der nun "Arnsberger Stadtrecht" (außer Befestigungsrecht) hat, kann sich selber verwalten, erhält eigene Gerichtsbarkeit und einen Markt.

Hüsten, das schon immer zur Erzdiözese Köln gehört hatte, wird 1368 Teil des Fürstbistums Köln (die Erzbischöfe werden Landesherren). Die Pfarrer von St. Petri sind Stiftsherren des Prämonstratenserklosters Wedinghausen. Beide Regelungen gelten bis zur Säkularisation 1803.

Die Kettelburg an der Röhr findet 1376 erstmals Erwähnung. Das Adelsgeschlecht, das sich ursprünglich "von Hüsten" nennt, wohnte lange im Haus Hüsten neben der St. Petri Kirche.

Im Kampf gegen den Landesherrn, den Kölner Erzbischof, zerstörten Bürger der Stadt Soest (Soester Fehde) 1446 das Dorf Lütke-Bruchhausen (Lage in Hüsten Ost). Auf Raubzügen plünderten sie Getreide und Vieh von Hüstener Feldern.

Bürgermeister und Ratsherren legen 1566 das "Freiheitsbuch" an, das bis 1834 fortgeführt wurde und in dem die wichtigsten Ereignissen aus der Freiheit, Grundstücks- und Erbverträge und Bürgerrechtsverleihungen eingetragen wurden. Das Freiheitsbuch ist eine der bedeutendsten Geschichtsquellen für die Freiheit Hüsten und ihre Bürger.

1604 brannten 28 Häuser und Höfe, das heisst fast alle Wohnungen und Ställe, ab. An der Pest starben 1613 fast die Hälfte der Einwohner Hüstens.

1616 wurden die ersten Personenstandsaufzeichnungen im Pfarrarchiv von St. Petri vorgenommen. Von 1635 bis 1637 wurden wegen der "Tumulte des Krieges" (des Dreißigjährigen) keine Eintragungen im Kirchenbuch vorgenommen. Pestepedimien, Besatzungen durch Schweden und Hessen und Hungersnöte führten zur Verminderung der Einwohnerzahl.

Die "Schützenbruderschaft unter dem Schutz des Heiligen Geistes von 1435" wurde 1657 erneuert, 1676 wurde nachweislich der erste Schnadegang in Hüsten durchgeführt.

Im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) wurde Hüsten duch Einquartierungen und Futterabgabelieferungen schwer geschädigt.

1807 zerstörte ein Großbrand die Freiheit Hüsten. Der Ort erhielt das heutige Straßennetz. 1837 wurden die 16 Gemeinden der drei Kirchspiele Hüsten, Voßwinkel und Enkhausen zu dem Verwaltungsbezirk des Amtes Hüsten zusammengefasst.

1839 wurde das Hüstener Walzwerk gegründet (bis 1966), und 1843 die jahrhundertealte Markengenossenschaft der Hüstener Bürger aufgelöst. Der Bau des Carolinen-Hospitals als Stiftung der Familie von Fürstenberg, die erste Fahrt der Ruhrtalbahn (1870), die Ruhr-Lippe und der Röhrtalbahn (um 1900) kündigten ein neues Zeitalter für Hüsten an.

Nachdem während des Zweiten Weltkrieges Bomben (vor allem auf Unterhüsten) Tod und Zerstörung gebracht hatten, strömten nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschen Reiches (1945) viele Ostvertriebene nach Hüsten, die Schützenhalle war jahrelang Flüchtlingslager.

Mit der Heilig-Geist-Kirche wurde 1932/33 die zweite katholische Kirche in Hüsten gebaut.1951 wurde die erste evangelische Kirche eingeweiht.

Nach der kommunalen Neugliederung von 1975 gehört Hüsten zur Verwaltungseinheit Stadt Arnsberg. Hüsten ist der geographische Mittelpunkt der größten Stadt des Sauerlandes. Hüsten ist einfach "Mitten in Arnsberg".

(Quelle: Heimatkreis "Freiheit Hüsten" e.V., Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit)